

Fahrtreppen/Rolltreppen
Die Fahrtreppe ist eines der bekanntesten Personenbeförderungssysteme der Welt. Umgangssprachlich bezeichnet man die Fahrtreppe häufig als Rolltreppe. Die Rolltreppe wird vor allen Dingen auf Flughäfen, in Einkaufszentren und Bahnhöfen eingesetzt. Kennzeichnend für die Rolltreppe sind die Stufen aus bewegenden Metalsegmenten.
Darüber hinaus gibt es noch den Fahrsteig, der umgangssprachlich besser bekannt ist unter den Begriffen „Laufband“ oder „Rollsteig“. Die bewegenden Metallsegmente gibt es bei dem Fahrsteig ebenfalls, im Gegensatz zu Rolltreppe bilden diese jedoch keine Stufen, sondern eine gerade Fläche. Auf dieser Fläche werden dann Personen befördert. Fahrsteige werden meist auf Flughäfen eingesetzt sowie in Supermärkten, hier meist geneigt. Durch Fahrsteige werden neben Menschen deren Gepäckstücke und Einkaufswagen bequem befördert.
Der Wegbereiter der heutigen Rolltreppe war der US-amerikanische Ingenieur Jesse Wilford Reno. Reno meldete 1892 ein schräges Endlosband, das durch einen Elektromotor angetrieben wurde, zum Patentschutz an. Der so genannte "Reno Inclined Elevator" hat man dann wenige Jahre später im New Yorker Bahnhof Cortland Street und im Vergnügungspark Coney Island dem Publikum vorgestellt.
Allerdings erhielt auch 1892 der Ingenieur George A. Wheeler für eine Fahrtreppe, die mit Stufen ausgestattet war, ein Patent. Deswegen gilt Wheeler heute als tatsächlicher „Vater der Fahrtreppe”.
Charles D. Seeberger erwarb im Jahr 1898 die Rechte an dem Patent von Wheeler und verband die von diesem erfundenen Stufen mit einem eigenen System. Die zusammen mit der Otis Elevator Company entwickelte und gebaute Rolltreppe setze man zum ersten Mal in deren Fabrik ein. Die Pariser Weltausstellung von 1900 diente als Bühne für die öffentliche Vorstellung des Rolltreppenmodells an ein großes Publikum.
Die erste moderne Rolltreppe nach dem heute noch gebräuchlichen Prinzip entwickelte 20 Jahre später die Otis Elevator Company. Die Rolltreppe erreicht Deutschland im Jahr 1925. Die erste Fahrtreppe Deutschlands wurde im Kölner Kaufhaus Tietz eingebaut.
Es gibt neben den geradlinigen Rolltreppen, Wendelrolltreppen besser gesagt Kurvenrolltreppen mit gekrümmter Laufbahn und Rolltreppen mit Treppenabsatz.
Moderne Anlagen nutzen Sensoren wie Lichtschranken und Trittplatten um einen Leerlauf zu verhindern, indem sich die Rolltreppe erst in Bewegung setzt, wenn eine Person die Rolltreppe betritt.
Des Weiteren ist es möglich, bei der Fahrtreppe, wenn sie nicht benutzt wird, nur die Laufgeschwindigkeit stark zu verringern. Hierdurch signalisiert man einerseits besser die Betriebsbereitschaft und Laufrichtung, andererseits reduziert und verhindert man so die Gefahr des Einfrierens von Rolltreppen im Außenbereich bei niedrigen Temperaturen.

